Fachtag 2019

Fachtag am 23.2.2019 in Köln zur Entwicklung eines Handbuchs zur psychotherapeutischen Behandlung von Gehörlosen und schwerhörigen Menschen/Gebärdensprachnutzern  

Bei der Eröffnungsveranstaltung des Vereins Mental Health & Deafness am 30.9.2017 in Bonn entstand die Idee, ein Handbuch für die psychotherapeutische Behandlung von gehörlosen und schwerhörigen Menschen herauszugeben. Sophie Terhorst und Nora Martinkat, beide Psychologische Psychotherapeutinnen i.A., haben sich dieser Idee angenommen, eine Kapitelübersicht zusammengestellt und fungieren als HerausgeberInnen. Wir wollen den Fachtag am 23.2.2019 in Köln dazu nutzen, einzelne Kapitel einem größeren Fachpublikum vorzustellen und Anmerkungen sowie Reflexionen mit aufzunehmen.

Es werden noch Autoren für einzelne Kapitel gesucht. Interessenten können sich bei uns melden.

► Einladung/Programm (PDF)► Anmeldeformular (PDF)

Programm

9 – 9.15h
Ankommen

9.15h-9.30h
Begrüßung durch Vorstand, Organisatorisches für den Tag

9.30h-9.45h
Vorstellung des Handbuchs durch Sophie Terhorst und Nora Martinkat, Darstellung geplanter Kapitel

9.45h-10.30h
Kapitelskizze: Psychische Gesundheit (Sabine Weidenfeller) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion  

10.30h-11.15h
Kapitelskizze: Zur Diagnostik von psychischen Erkrankungen (Nora Martinkat) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion.
Die Diagnostik stellt die Behandler*innen vor eine Herausforderung. Zum einen liegen bisher keine standardisierten diagnostischen Instrumente in deutscher Gebärdensprache vor bzw. ist hier bereits spezifisches Wissen um die kulturellen Besonderheiten der Gehörlosengemeinschaft erforderlich, um Fehldiagnosen zu verhindern.

11.15h-11.30h
Kaffeepause

11.30h-12.15h
Kapitelskizze:Psychodynamische Therapie (Nora Martinkat) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion

12.15h-13h
Kapitelskizze: Gehörlose Therapeuten (Sofia Wegner) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion
Auch die Identität von den Behandler*innen (hörend vs. gehörlos) spielt in der Rapportgestaltung eine Rolle und sollte berücksichtigt werden.

13h-14h
Mittagspause 

14h – 14.45h
Kapitelskizze: Deaf Cognition – was bedeutet das für die Psychotherapie? (Klaudia Grote) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion. Die Nutzung der Gebärdensprache hat einen Einfluss auf die kognitive Organisation von Wissen. Entsprechend müssen therapeutische Methoden angepasst werden.

14.45h-15.30h
Kapitelskizze: Was macht Psychotherapie barrierefrei? (Sabine Weidenfeller) 30Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion

15.30h-16h
Kaffeepause 

16h-16.45h 
Kapitelskizze: Best Practice- Empfehlungen praktisch tätiger Therapeut*innen (Sophie Terhorst, Stephanie van der Ruhren) 30 Min Vorstellung, 15 Minuten Diskussion 

16.45h-17.30h
Information über weiterer Kapitel-Ideen (Sophie Terhorst)  

 17.30h-18h
Abschluss (Vorstand und Herausgeberinnen)  

 18h
ENDE    
 

Offene Kapitel, für die noch Autoren gesucht werden:

  • Kultur und Sozialisation Gehörloser (wahrscheinlich Simon Kollien)
  • Dolmetschen in der Psychotherapie (wahrscheinlich Stefanie Schmidt)
  • Verschiedene Hörschädigungen (Schwerhörigkeit, Taubblindheit...)  NN
  • Gutachten (NN)
  • Gewalterfahrungen (NN)
  • Kinder und Jugendliche (NN)
  • Stationäre Behandlung (NN)
  • Psychotherapeutische Aus und Weiterbildung